Stefanie Pfister

Zuhören verändert – beide Seiten

Mittwoch, 31. Dezember 2025

Stefanie Pfister kümmert sich bei der Dargebotenen Hand um die, die für andere da sind. (Bild Emanuel Ammon) Stefanie Pfister kümmert sich bei der Dargebotenen Hand um die, die für andere da sind. (Bild Emanuel Ammon)

von Carole Bolliger

Was als Freiwilligenarbeit begann, wurde zur Berufung: Die Psychologin Stefanie Pfister begleitet heute jene, die bei der Dargebotenen Hand für andere da sind. Mit einer Haltung, die auch sie selbst tief geprägt hat.

Für Stefanie Pfister bedeutet Zuhören weit mehr als «nur Zuhören». Es ist eine Haltung, eine Form der Präsenz. «Am Ende zählt das Menschliche – da sein, zuhören, Anteil nehmen, ohne zu werten», sagt sie. Früher sass sie selbst am Telefon, heute bildet sie jene aus, die dort Menschen in Krisen begleiten.

Der Weg dorthin war nicht geplant, sondern gewachsen. Nach ihrem Studium der Arbeits- und Organisationspsychologie arbeitete Stefanie Pfister ursprünglich im betrieblichen Umfeld, bis sie auf ein Inserat stiess: Gesucht wurden Freiwillige für die Dargebotene Hand. «Ich fand das faszinierend: anonym zuzuhören, ohne Blickkontakt, nur mit der Stimme», erinnert sie sich. Sie bewarb sich, durchlief die Ausbildung und nahm erste Gespräche entgegen. Und diese prägten sie. Die Freiwilligenarbeit bei der Darge­botenen Hand hat ihre ganze berufliche Richtung verändert. Aus dem Interesse wurde Berufung: Heute arbeitet sie zwar weiterhin im arbeitspsychologischen Kontext, begleitet aber auch Menschen psychotherapeutisch und gibt ihr Wissen an jene weiter, die ehrenamtlich für andere da sind.

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