Porträt von Brigitte Gutfleisch, Präsidentin der Kirchenpflege in Malters
Kirche ist menschlich – keine Fakten oder Zahlen
Freitag, 31. Januar 2025
von Carole Bolliger
In der Gemeinde Malters wirkt Brigitte Gutfleisch als eine treibende Kraft der reformierten Kirche. Die 57-jährige Präsidentin der Kirchenpflege verkörpert mit ihrer warmherzigen und zugleich pragmatischen Art den Geist einer modernen, zukunftsorientierten Kirchgemeinde.
Aufgewachsen in Malters und nach einigen Jahren der Abwesenheit 1989 zurückgekehrt, bezeichnet Brigitte Gutfleisch den Ort als ihre Heimat. «Ich fühle mich wohl hier», sagt sie mit einem Lächeln, das ihre tiefe Verbundenheit mit der Gemeinde widerspiegelt. Seit 33 Jahren verheiratet, zweifache Mutter und Grossmutter, hat sie ihr Leben der Fürsorge für andere gewidmet. Ihre berufliche Laufbahn als Pflegefachfrau, danach Familienfrau und aktuell beim Entlastungsdienst vom Roten Kreuz zeigt ihre Hingabe für Menschen in schwierigen Lebensphasen. «Das Lebensende hat mich immer interessiert», erklärt sie. Das spiegelt sich auch in ihrem ehrenamtlichen Engagement im Hospiz Zentralschweiz wider.
Seit 2019 ist sie in der Kirchenpflege der reformierten Teilkirchgemeinde Malters tätig, seit 2021 als Präsidentin. Trotz des herausfordernden Mitgliederschwunds bleibt sie optimistisch: «Ich bin lösungsorientiert unterwegs. Es nützt nichts, wenn wir jammern, wir müssen nach vorne schauen und Lösungen finden.» Ihr Engagement für die Kirche entspringt einem tiefen inneren Bedürfnis. Sie möchte ein Teil des Ganzen sein. «Für mich ist die Arbeit ein Prozess, der Stein darf ins Rollen kommen. Es geht um das Zusammensein mit den Menschen, darum, das Evangelium zu leben, für andere da zu sein.»